sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl hat in vielen Küchen seinen festen Platz. Und auch wenn es eher ein wenig altmodisch anmutet, wird es doch meist ohne großes Nachdenken verwendet.

Doch warum ist das Sonnenblumenöl so beliebt? Liegt es am günstigen Preis oder aber an seinen Eigenschaften? Vielleicht ist auch die Verbindung zu den Blumen, die wir automatisch herstellen, ein Grund dafür.

Wahrscheinlich ist ein eine Mischung aus allem. Wobei es natürlich auch beim Sonnenblumenöl gewisse Unterschiede gibt und nicht alles über einen Kamm geschert werden kann.

Fakt ist, dass das Öl tatsächlich zu den bekanntesten Speiseölen gehört. Über seine Wirkung auf die Gesundheit ist man sich allerdings nicht so ganz einig.

Ist Sonnenblumenöl gesund?

Diese Frage kann eindeutig mit einem Jein beantwortet werden.

Es ist halt nicht immer alles Schwarz oder Weiß – und das wird gerade bei Sonnenblumenöl schnell klar.

Grundsätzlich gehen wir alle gern davon aus, dass pflanzliche Öle gesund sind.

Und beim Sonnenblumenöl ist diese Annahme noch ein bisschen stärker, da wir nicht nur die Natur, sondern auch die schöne Sonnenblume mit dem Öl verbinden und somit ein positives Bild haben.

Sonnenblumenöl

Aber ganz so sehr solltest du da deiner Wahrnehmung nicht vertrauen, denn uneingeschränkt ist das Sonnenblumenöl wirklich nicht zu empfehlen.

In der kaltgepressten Variante, vielleicht sogar noch aus ungeschälten Sonnenblumenkernen, ist das Öl sehr ursprünglich und lässt sich prima in der kalten Küche verwenden.

Wird das Sonnenblumenöl jedoch raffiniert, verliert es nicht nur an Aroma, sondern auch an gesunden Inhaltsstoffen. Wenn es verwendet wird, dann also am besten als natives Öl.

Wurde das Öl nicht raffiniert, besteht es zu mehr als 90 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren, die grundsätzlich gesund für uns sind.

Auch die enthaltenden Vitamine A, B, D, E und K sind gesund. Die Tatsache, dass Sonnenblumenöl den Cholesterinspiegel senken und somit weiteren positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben kann, sollte auch erwähnt werden.

Und warum wird teilweise vom Sonnenblumenöl abgeraten?

Bei den Recherchen zu diesem Artikel gab es auch einige Quellen, die von Sonnenblumenöl abgeraten haben.

Ein Grund dafür ist, dass viele das Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren beim Sonnenblumenöl als nicht optimal ansehen.

Ein weiterer Grund ist, dass Sonnenblumenöl häufig verarbeitet, also raffiniert gekauft wird. Dabei ist so gut wie alles aus dem Öl entfernt wurden, was es gesund macht.

Auch wird pflanzlichen Ölen, somit also auch dem Sonnenblumenöl, nachgesagt, dass sie eine erhöhte Anzahl an freien Radikalen in unserem Körper freisetzen. Das kann dann wiederum zu oxidativem Stress führen, welcher unter anderem das Immunsystem schwächen kann.

Sonnenblumenöl

Solltest du Sonnenblumenöl nun verwenden oder meiden?

Wie du siehst, hat Sonnenblumenöl Vor- aber auch Nachteile. Die einen empfinden es als sehr gesund, die anderen sehen es als eine Art Krankheitserreger und verteufeln es schon fast.

Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen – und vor allem wird die Menge einen Einfluss auf die Wirkung haben.

Als Kompromiss kann das Sonnenblumenöl aber zum Beispiel wunderbar zum Ölziehen am Morgen verwendet werden.

Nimm dazu einfach einen Esslöffel kaltgepresstes Öl gleich nach dem Aufstehen für ca. 15 Minuten in den Mund und zieh ihn durch die Zähne und spüle deinen Mund kräftig damit.

Anschließend spuckst du das Öl aus, spülst deinen Mund mit lauwarmen Wasser aus und putzt dir wie sonst auch die Zähne.

Mit dem Ölziehen mit Sonnenblumenöl kannst du deinen Mund von Bakterien befreien und deine Schleimhäute stärken. Dein Körper profitiert extrem davon, kann weniger anfällig für Krankheiten sein und auch Magen- und Darmprobleme können gemindert werden.

Sonnenblumenöl kann auch äußerlich angewendet werden, wenn du beispielsweise schmerzende Gelenke oder auch Muskelkater hast. Einfach die schmerzenden Stellen mit Öl einreiben und es wirken lassen.

Sogar als Körperöl kann es bei sehr trockener Haut Wunder wirken und Feuchtigkeit spenden, so dass die Haut wieder geschmeidiger wird.

Diese Liste könnte noch weiter fortgesetzt werden, denn Sonnenblumenöl wird wirklich vielfältig für die Gesundheit genutzt.

Auch außerhalb der Küche kann das Öl somit gute Dienste leisten und deshalb auch als gesund bezeichnet werden.

Warenkunde Öl: 25 erstklassige Rezepte - Alle wissenswerten Fakten - Rezepte zu jedem Speiseöl - Sternekoch Markus Semmler I Von Stiftung Warentest(*)
  • Bertrand Matthäus, Hans-Jochen Fiebig, Kirsten Schiekiera, Markus Semmler
  • Herausgeber: Stiftung Warentest
  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Gesunde Öle – die Artikelserie

Teil 1: Gesunde Öle sind Treibstoff für den Körper

Teil 2: Ist Rapsöl besser oder schlechter als sein Ruf?

Teil 3: Olivenöl ist ein echter Alleskönner

Teil 4: Sonnenblumenöl ist ein Küchenklassiker

Teil 5: Ohne Kokosöl geht nichts mehr

Teil 6: Leinöl ist ein echter Superstar!

Bildcredits: Titelbild, Sonnenblumen

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