Insektenstiche

Unser Thema heute sind die Mücken, Gelsen, Moskitos oder auch einfach Mistviecher, wie sie gerne genannt werden. Wir sprechen darüber, warum sie uns beißen und es so unangenehm ist und was man dagegen tun kann.

Auf der einen Seite ist das Insektensterben natürlich ein wichtiges Thema, das wir auch mit Sorge betrachten – auf der anderen Seite ist auch niemand gern ein Lebend-Buffet für Mücken & Co.

Warum werden aber einige Menschen öfter gestochen als andere? Früher hieß es immer, man habe süßes Blut. So ganz verkehrt ist das vielleicht nicht, denn wir Menschen haben alle einen eigenen Geruch, der von unseren Hormonen ausgeht (Pheromone) – und dieser wirkt oft anziehend auf die Insekten.

Dazu kommt, dass wir oft bunte, leuchtende Kleidung tragen und somit wie eine Blumenwiese auf die Mücken wirken. Studien haben z. B. bewiesen, dass man in weißer Kleidung weniger gestochen wird. Auch blumige Deos, Parfums und Lotionen tragen ihren Teil dazu bei.

Laut Studien sind übrigens auch Menschen mit Blutgruppe 0 besonders beleibt bei Mücken. Das ist auch die Blutgruppe, die hier bei uns am meisten verbreitet ist. Daher kommt wahrscheinlich auch der Ausspruch süßes Blut.

Es wird aber auch davon gesprochen, dass es mitunter genetisch bedingt ist, ob wir oft gestochen werden oder nicht. Einige Menschen verfügen wohl über eine Art Antigen, das die Insekten abschreckt. Auch das Geschlecht kann entscheidend sein, denn Frauchen werden öfter gestochen als Männer.

Insgesamt gibt es also viele verschiedene Ansätze, warum wir gestochen werden oder nicht. Aber es gibt bis heute keine Antwort, die allgemeingültig ist.

Und warum juckt es eigentlich so doll, wenn uns etwas sticht oder beißt? Eigentliche ist das eine tolle Reaktion unseres Körpers. Er schützt sich damit und will das Gift (bzw. den Speichel bei Bissen) natürlich bekämpfen. Das Jucken ermuntert uns dann zum Kratzen. Meist kratzen wir dann so lange, bis es wirklich blutig ist und mit dem Blut wird das Gift nicht nur ausgespült, sondern der Körper nutzt es, um Antikörper zur Wunde zu transportieren. So wird dann auch die Heilung in die Wege geleitet.

Was schützt uns vor Insektenstichen und -bissen? Moskito-Netze, Chemie zum Sprüchen, Fliegengitter usw. sind den meisten bekannt. Die chemischen Mittel zum Sprühen und Einreiben helfen oft, stinken allerdings auch ziemlich. Noch dazu ist es halt Chemie und somit nicht unbedingt gesund – gerade für Kleinkinder und Säuglinge.

Oft genutzt werden auch die Stecker mit Ultraschall. Hier aber bitte Vorsicht, wenn Haustiere da sind. Die hören die Töne und für sie ist es pure Quälerei, das auszuhalten. Weiters werden vorbeugend auch oft Duftkerzen mit Citronella genutzt, die aufgrund ihres heftigen Geruchs aber auch häufig nur draußen angewendet werden.

Natürlicher und angenehmer ist da der Tipp, Orangenschalen auf die Fensterbank zu legen. Zum Einreiben soll auch Kokosöl helfen. Das ist nicht nur sehr pflegend für die Haut, sondern soll durch seinen Geruch wohl auch Insekten fern halten. Auch das Neroli-Duftöl aus Zitrusfrüchten soll gut helfen. Eine weitere Möglichkeit, die Mücken fernzuhalten, soll die Einnahme von Vitamin B1 sein – aber nicht bei allen. Die Erfahrungen damit sind sehr unterschiedlich.

Was können wir tun, wenn wir gestochen wurden? Viele kühlen den Stich mit Eis und erzielen damit auch tolle Ergebnisse. Aber Eis kann man halt nicht immer dabei haben. Hitze kann da eine gute Alternative sein. Da gibt es ein kleines, hilfreiches aber auch fieses Gerät namens Bite away. Damit würd über ein Keramikplättchen, das auf den Stich aufgelegt wird, eine Erhitzung auf 51° Celsius erreicht – und das tut dann zwar richtig weh, hilft aber wirklich und der Juckreiz ist sofort weg. Großer Vorteil: Dieses kleine Gerät kann man immer dabei haben.

Aus der Rubrik der Hausmittel ist noch der Zwiebelsaft zu nennen, der auch häufig empfohlen wird. Wer in der Natur unterwegs ist, kann auch Spitz- oder Breitwegerich nutzen. Dazu werden die Blätter leicht zerkaut und dann auf den Stich aufgelegt.

Es gibt also einiges, was man tun kann – und wir sind gespannt, was deine besten Tipps rund um Insektenstiche sind!

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