Wasser im Test

Wir haben schon oft erwähnt, wie wichtig es ist, viel zu trinken – am besten natürlich Wasser. Dabei stellt sich dann nur die Frage: Welches Wasser ist gesund? Mineralwasser, Leitungswasser oder vielleicht stilles Wasser, womöglich aus einer Quelle? Da gibt es einige Möglichkeiten und auch Meinungen.

Für Felix ist beim Trinkwasser wichtig, dass es frei von Umweltverschmutzungen ist und ein klares, reines und möglichst leeres Wasser ist. Denn aus medizinischer Sicht hat Wasser im Körper die Aufgabe zu spülen und zu transportieren. Ist es allerdings schon voll von Mineralien und anderen Zusätzen, ist wenig Platz für den Transport körpereigener Stoffe.

Aber gehen wir noch mal einen Schritt zurück. Im Grunde haben wir drei Möglichkeiten, Wasser zu beziehen. Zum einen gibt es das Leitungswasser, dann das käufliche Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure und schlussendlich gibt es das Wasser aus Quellen – die jedoch sind selten.

Egal, woher das Wasser kommt, es ist so alt wie unsere Erde und im ständigen Kreislauf zwischen Verdunstung, Niederschlag usw. In den Grundzügen ist das Wasser somit überall gleich.

Was ist aber nun das beste Wasser? Die Werbung sagt, Mineralwasser ist das A und O – da ist alles drin, was wir brauchen. Aber ist das wirklich so und können wir die Mineralien, die darin enthalten sind, überhaupt aufnehmen? Denn sind sie anorganisch, können sie vom Körper gar nicht verwertet werden, sondern stellen sogar eine Belastung dar.

Aktuelle Tests zu Mineralwassern gibt es derzeit von Ökotest und Stiftung Warentest. Ökotest hat dabei 53 klassische Mineralwasser getestet und Stiftung Warentest hat 32 stille Mineralwasser unter die Lupe genommen.

Die Ergebnisse haben mich geschockt. Die Kernaussage lautet: Die Mineralwasser, die es zu kaufen gibt, enthalten oftmals viel weniger Mineralstoffe als Leitungswasser. Dafür enthalten sie aber teilweise Verunreinigungen, Keime und anderes, was wir nicht brauchen.

Auf der anderen Seite heißt es immer, unser Leitungswasser in Deutschland ist das bestkontrollierteste überhaupt – aber auch das sagt im Endeffekt ja nichts über die Qualität aus. Das Wasser wird zwar auf einige Stoffe getestet (ca. 30), aber das sind eigentlich viel zu wenig (die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 200). Vieles haben wir da also gar nicht im Blick.

Ein weiteres Problem: Unserer modernen Wasserwerke leisten tolle Arbeit und sorgen teils für wirklich gutes Wasser, das dann aber auf dem Weg zu uns nach Hause durch alte Rohrleitungen fließt und somit wieder an Qualität einbüßt. Zudem werden beim Trinkwasser die Grenzwerte leider immer höher gesetzt – nicht gerade gut im Bezug auf die Gesundheit der Verbraucher.

Um noch einmal auf gekauftes Wasser zurückzukommen… Es enthält genau wie das Leistungswasser auch Verunreinigungen und kritische Stoffe. Die Tests sagen sogar, dass jedes zweite Mineralwasser im Test die Verunreinigungen nicht gerade im geringen Maße zeigt.

Auch von sechs Bio-Wassern, die getestet wurden, hat sich nur eins als gut erweisen. Zwei bekamen die Bewertung „mangelhaft“. Problematisch und auffallend waren hier auf falsche Werte bei den Auszeichnungen auf den Etiketten.

Erstaunlich bei diesen Test war aber vor allem, dass gerade Wasser aus Discountern oftmals besser abgeschnitten hat, als die teuren Varianten.

Aber welches Wasser soll man nun trinken? Filterverfahren für Leitungswasser sind hier eine gute Idee – wobei es aber auch darauf ankommt, wie man filtert. Die meisten Kannenfilter z. B. entfernen zwar Kalk, aber mehr auch nicht. Dafür sind aber die Aktivkohle-Filter, die dafür meist verwendet werden, ein guter Nährboden für Keime und müssen daher oft getauscht werden.

Eine andere Möglichkeit wäre noch destilliertes Wasser über eine Dampf-Destillation. Auch dafür gibt es Geräte, aber dieses Verfahren ist sehr teuer und aufwendig.

Dann gibt es auch noch Membranfilteranlagen, die beispielsweise mit Umkehr-Osmose funktionieren und in einigen Ländern schon sehr verbreitet sind. Die Technologie wurde ursprünglich für die NASA entwickelt, um bei Weltraum-Missionen beispielsweise aus Urin wieder Trinkwasser herzustellen.

Günstig sind diese Filter allerdings nicht. Für ein gutes Gerät ist man dann schnell bei einer Ausgabe im vierstelligen Bereich. Das rechnet sich jedoch auf Dauer und ist auf jeden Fall als eine Investition in die Gesundheit zu sehen!

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