happy food

Happy Food… macht Essen glücklich?

Ja, das können wir wohl alle bestätigen.

Spätestens wenn ein Stück leckere Schokolade langsam in unserem Mund schmilzt oder wir nach einem anstrengenden Tag in den leckeren Burger beißen, überkommt uns ein Glücksgefühl.

Aber woran liegt das? Macht die Situation selbst uns glücklich oder liegt es an dem, was wir essen?

Im Falle der Schokolade wird ja gern gesagt, dass damit ein Glückshormon in unserem Körper aktiviert wird, nämlich das Serotonin. Essen wir also Schokolade, wird es ausgeschüttet und schon sind wir glücklich? Nicht ganz – jedenfalls nicht mehr als wenn wir eiweißhaltige Lebensmittel zu uns nehmen.

Auch sie bewirken die Bildung des Glückhormons. Aber bisher hat uns noch niemand erzählt, das beispielsweise Linsen oder Quark uns glücklich machen.

Ist die glücklich machende Schokolade also nur eine Erfindung der Werbeindustrie? Nein! Schoki macht uns tatsächlich glücklich, aber die Ursache dafür liegt ganz wo anders.

Happy Food

Glücklich durch Botenstoffe

Ist die Rede von Essen, das uns glücklich macht, fallen dir wahrscheinlich viele mögliche Erklärungen dafür ein.

Aber dem wahren Grund bist du wahrscheinlich noch nicht auf die Schliche gekommen – denn das, was uns glücklich macht, geschieht zumeist unterbewusst.

Schuld daran ist dein Gehirn, das nicht immer leicht durchschaubar ist. Das hat einfach bei bestimmten Situationen Dinge miteinander verbunden und sagte seitdem: Passiert dies oder das, reagiere ich mit einem Glücksgefühl.

So machen dich vor allem die Dinge glücklich, die du (unbewusst) mit schönen Erinnerungen verknüpfst. Und da wir uns oft mit Essen für etwas belohnen, gibt es da so einige Verknüpfungen, die uns glücklich machen.

Macht Schokolade dich also glücklich? Dann erinnert sich dein Gehirn beim Essen an einen Moment, in dem du glücklich warst und Schokolade gegessen hast. Vielleicht war es ein Moment in deiner Kindheit, der dir gar nicht mehr bewusst ist.

Ähnlich ist es auch bei anderen Dingen. Bist du glücklich, wenn du eine Hühnersuppe isst? Vielleicht hat dir ein lieber Mensch mal eine gekocht als du krank warst und dich damit glücklich gemacht? Du hast es eventuell schon vergessen – dein Gehirn aber nicht.

Isst du dich schon glücklich?

Weiß man um diese Zusammenhänge in unserem Körper, lässt sich Essen natürlich in einem ganz neuen Licht sehen.

Es geht nicht mehr länger nur darum, ob etwas dir schmeckt, satt macht oder vielleicht gesund ist. Nein, es geht auch darum, ob es dich glücklich macht und deine Glückshormone Tango tanzen lässt.

Das haben auch Ärzte und Therapeuten schon erkannt und setzen Essen inzwischen gezielt in der Therapie ein. Bei Depressionen können so beispielsweise Lieblingsgerichte der Patienten erheblich zum Therapie-Erfolg beitragen.

Und unbewusst therapierst du dich auch selbst mit Essen. Jeder hat sich wohl schon mal etwas Leckeres nach einem stressigen Tag gegönnt, ganz einfach weil es gut tut und die Laune hebt.

Deshalb essen wir übrigens auch gern mit anderen zusammen. Kommen leckeres Essen und gute Gespräche mit tollen Menschen zusammen, werden neue Erinnerungen generiert. Und diese machen dich wieder und wieder glücklich.

gemeinsam essen

Aber natürlich geht es auch anders herum und es wird Nahrungsmittel oder Gerichte geben, die dich nicht glücklich machen, sondern eher für schlechte Laune verantwortlich sind.

Das sind meist die Sachen, die du irgendwann einmal nur schwer verdauen konntest. Gehirn und Darm verfügen beide über Nervensysteme, die ähnlich funktionieren.

So kommunizieren Gehirn und Darm angeregt miteinander. Und gibt es Probleme mit der Verdauung, liegt dir also etwas im wahrsten Sinne schwer im Magen, wird das Gehirn sofort darüber informiert und stellt auch dann eine Verbindung her.

Möchtest du also, das Essen dich weiterhin glücklich macht und das auch möglichst viele Nahrungsmittel schöne Gefühle verursachen, ernähre dich bewusst. Esse, was dir gut tut und nimm dir Zeit zum Genießen. Dann geht es auch deinem Darm gut dabei und er sendet keine negativen Informationen zu deinem Gehirn.

Welches Essen macht dich glücklich?

Heimwehküche. Lieblingsessen aus Omas Küche.(*)
  • Birgit Hamm, Linn Schmidt
  • Herausgeber: Dorling Kindersley Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

Fotos: Bild von StockUnlimited

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