traubenkernöl

Heute sind nicht nur Felix und ich am Podcast-Mikro, sondern wir haben wieder eine Premiere. Wir haben unseren ersten Gast im Podcast und das ist sogar gleich ein ganz toller Interviewpartner. Bei uns ist die liebe Su Rihs. Su ist nicht nur eine liebe Person und Freundin, sondern auch Autorin eines Buches, eine unheimlich kreative Frau mit vielen Talenten und Sinn sowie Motivation für gesundheitliche Themen. Da passt es natürlich ideal, dass sie hier ist.


Su ist natürlich aus einem ganz besonderen Grund bei uns, denn vor kurzem erschien die Neuauflage ihres Buches: *KERN-Gesundes OPC – SUPERFOOD Traubenkernöl: Lebensenergie, Abwehrkräfte, jüngeres Aussehen und vieles mehr durch die Kraft der Trauben und des Kerns.*

Ein wirklich spannendes Werk und Su hat uns natürlich einiges zu dem Thema zu erzählen. Im Buch fängt sie mit der Frage an, warum Traubenkernöl eigentlich kaum produziert und verwendet wird. Diese Frage führte wohl auch zum Interesse am Thema. Wir setzen aber noch etwas früher an und fragen: Wie kamst du überhaupt auf das Traubenkernöl und wie ging es dann weiter?

Su stammt ursprünglich aus einer Weingegend, aus Krems, dem Tor zur Wachau. Dort ging sie eines Tages spazieren und fragte sich: Warum gibt es hier so viele Trauben, aber kein Traubenkernöl? Das Thema packte sie sofort und sie beschloss, Weinseifen mit Traubenkernöl zu machen. Schnell stellte Su dabei fest, dass es wirklich nur sehr wenig Traubenkernöl gibt und wenn gab es nur selten kleine Mengen kaltgepresstes Öl, welches dann auch sehr teuer war.

Su wollte es nicht hinnehmen, dass es so viel Material, aber nur so wenig Traubenkernöl gab. Sie beschäftigte sich eingehender damit und startete sogar ein EU-Projekt, um mehr Traubenkernöl zu gewinnen, welches ja eigentlich ein Abfallprodukt der Traubenverarbeitung ist. Mit dem Öl stellte sie dann auch die Weinseifen her, ganz der ursprünglichen Idee entsprechend.

Mir selbst war das Produkte Traubenkernöl gar nicht wirklich bekannt, bevor ich Su kennen gelernt habe. Daher interessiert mich, woher sie es kannte. Lag es daran, dass sie in einem Weinanbaugebiet aufgewachsen ist? Oder kam sie ganz anders zu dem Produkt? Wie es so häufig ist, ist Su irgendwann einmal darüber gestolpert, hat es irgendwo gehört. Damals wusste sie auch schon, dass es in der Nachkriegszeit verwendet wurde.

Und so hat das Thema sie gepackt, das Interesse geweckt und sie konnte gar nicht anders als es weiterzuverfolgen. Ihr wurde bewusst, wie viel das Traubenkernöl kann – auch für die Gesundheit – und es war ihr unbegreiflich, warum da niemand mehr draus macht. Traubenkernöl hat so vielfältige Wirkungsweisen und ist dabei eigentlich ein Abfallprodukt, das sonst im Müll landet. Das war ihr unverständlich. Diese Faszination am Produkt war der Antrieb zum Start und ist es auch heute noch.

Es war für sie wirklich schwer zu beschreiben, sie hat Feuer gefangen und wusste: Das ist es. Das ist mein Thema! Es war und ist also schon als Berufung anzusehen. Felix und ich können auch bestätigen, dass bei Su so richtig die Augen funkeln, wenn sie übers Traubenkernöl und die daraus machbaren Produkte spricht. Felix hakt auch gleich noch mal etwas nach und setzt dort an, wo Su über die Verwendung in der Nachkriegszeit gesprochen hat. Bzw. er geht noch viel viel weiter zurück, denn nach seinen Kenntnissen war das Traubenkernöl schon in der Antike bekannt und wurde zu jener Zeit auch verwendet. Darüber gibt es auch im Buch ein Kapitel. Damals war es so geschätzt, dass es mit Gold aufgewogen wurde. Man verstand also früh, welche positiven Wirkungen dieses Öl haben kann.

Auch heute gehört Traubenkernöl nicht zu den günstigsten Ölen und wird oft nur in sehr kleinen Flaschen verkauft. Das liegt natürlich auch daran, dass sehr viel Material benötigt wird, um das Öl zu gewinnen. Es ist zudem auch sehr aufwendig, den Öl aus dem Trester zu trennen, ihn zu trocknen und dann das Öl daraus zu pressen. Der ganze Vorgang bis hin zum fertigen Öl erfordert viel Fingerspitzengefühl, Wissen und Technik. Das rechtfertigt, neben dem Nutzen, auch den Preis.

Su hat schon erwähnt, dass sich Traubenkernöl vielseitig verwenden lässt und im Buch selbst gibt es auch über 100 tolle Rezepte, auch für Naturkosmetik. Aber um bei der Ernährung anzufangen: Kann ich Traubenkernöl einfach so in der Küche verwenden? Hat das einen Eigengeschmack und welchen gesundheitlichen Nutzen kann ich daraus ziehen, wenn ich es verwende? Su berichtet, dass sich Traubenkernöl super in der Küche verwenden lässt. Es ist eins der wenigen Öle, die bis 190° hitzebeständig sind. Und es hat auch sehr viele Inhaltsstoffe, die einen hohen gesundheitlichen Wert haben. Unter anderem beinhaltet es das OPC, auf das wir noch näher zu sprechen kommen.

Verwenden kann man es eigentlich wie ein Olivenöl, wobei Su bemerkt hat, dass Traubenkernöl beispielsweise bei Kombination mit Olivenöl dessen Geschmack versteckt. Der Eigengeschmack vom Traubenkernöl ist eher nussig-bananig und weist auch darauf hin, dass es ein kaltgepresstes Öl ist. Raffiniertes Traubenkernöl ist geschmacksneutral und kann somit einfach unterschieden werden. Das kaltgepresste Traubenkernöl hat eine schöne Farbe, schmeckt, wirkt aber halt auch ein bisschen wie ein Geschmacksverstärker.

So lässt sich also das Traubenkernöl warm zum Anbraten und Verfeinern verwenden, aber auch zu Salaten und vielleicht sogar Obstsalaten passt es aufgrund seines Geschmacks super. Allerdings muss beim Traubenkernöl auch getestet werden, ob man den Geschmack mag. Ähnlich wie beim Wein gibt es auch hier verschiedene Nuancen, die den Geschmack prägen. Es empfiehlt sich also, sich durch die verschiedenen Sorten, die angeboten werden hindurch zu probieren.

Und wie steht es um den gesundheitlichen Nutzen des Öls, wenn es zum Essen oder Verfeinern genutzt wird? Ist da die Menge ausreichend? Su weiß, dass das Traubenkernöl eine Menge gesunder Inhaltsstoffe besitzt und sich positiv auf das ganze Immunsystem auswirkt. Die Wirkungsweise ist dabei so faszinierend und umfangreiche, dass Su alles in einem Buch zusammenfassen *musste*, um es anderen näher zu bringen. Und so ist das Buch auch wirklich vollgepackt an Informationen, die aber auch praxisnah und somit gut verständlich sind.

Auch Felix ist der Meinung, dass man bei regelmäßiger Benutzung des Öls zum Essen auf jeden Fall eine Veränderung spürt. Gerade diejenigen, die es bisher noch gar nicht genutzt haben, werden schnell die positiven Auswirkungen bemerken. Su konkretisiert den positiven Effekt noch ein wenig und weist darauf hin, dass Traubenkernöl über 75 % ungesättigte Fettsäuren verfügt, was kein anderes Öl bietet. Auch der Gehalt an Vitamin E ist sehr hoch, Vitamin C fehlt auch nicht – es ist also wirklich viel, was das Öl bietet.

Am Anfang schon mal angesprochen wurde die Abkürzung OPC, die öfter in Verbindung mit Traubernkern fällt. Was verbirgt sich dahinter? OPC steht für Oligomere Proanthocyanidine – ein echter Zungenbrecher – und ist das stärkste Antioxidians, was es zur Zeit gibt. Es stärkt das Immunsystem und ist sogar zu 100 % bioverfügbar. Der Körper kann es also sofort aufnehmen und es ist auch nach wenigen Stunden schon nachweisbar. So reagiert der Körper sofort darauf und es besteht schnell ein Schutz gegen die schädlichen Einflüsse, denen wir alle tagtäglich durch die Umwelt ausgesetzt sind. Das ist wieder das Thema *Freie Radikale*, über das wir ja auch schon eine Folge gemacht haben.

Felix merkt an, dass OPC auf dem Markt der Nahrungsergänzungsmittel ein echter Klassiker und Bestseller ist – allerdings gibt es dabei auch verschiedene Qualitäten. Wie Su erzählt, ist die Qualität ein großes Thema, denn einige Hersteller verpacken einfach das Traubenkernmehl in Kapseln und verkaufen es als OPC. Schaut man nicht genau darauf, wie die Produkte hergestellt wurden, kann man schnell auf minderwertige Ware hineinfallen. In Sus Buch gibt es auch dazu viele Informationen und es ist nicht nur ein perfekter Einstieg in das Thema, sondern bietet auch denen, die nicht zum ersten Mal mit Traubenkernöl in Berührung kommen, noch viele Neues und viele Anregungen.

Inzwischen gibt es immer mehr Hersteller, die Traubenkernöl produzieren. Su freut sich ganz besonders darüber, dass auch tolle Winzer mit eingestiegen sind und es dadurch eine große Vielfalt am Markt gibt, die auch noch wächst.

Und wo wir schon von Herstellern und Vielfalt sprechen… Auf was ist zu achten, wenn wir das Traubenkernöl kaufen? Gibt es da Anhaltspunkte für hochwertige Produkte? Su rät dazu, immer am Produkt zu riechen (gute Produzenten bieten die Möglichkeit). Gutes Traubenkernöl hat wirklich einen Geruch und eine schöne Farbe, die jedoch dann oftmals aufgrund der dunklen Flasche nicht zu erkennen ist. Riecht es nicht, ist also neutral, ist es ziemlich sicher raffiniert und somit sind auch kaum noch gute Inhaltsstoffe enthalten. Es ist also generell empfehlenswert, auf kaltgepresste Öle zurückzugreifen. Beim Traubenkernöl werden dafür Verfahren verwendet, bei denen sehr genau und sauber gearbeitet werden muss. Ob das geschehen ist, erkennt man dann auch schnell am Öl. Ist beispielsweise das Material nur ein bisschen angeschimmelt, schmeckt man das sofort im Öl.

Und wie sieht es beim Traubenkernöl mit der Haltbarkeit aus? Leinsamenöl beispielsweise ist ja nur kurze Zeit haltbar. Ist das beim Traubenkernöl ähnlich? Wenn es kühl und dunkel gelagert wird, ist das Öl gut haltbar – ähnlich wie man es von anderen Ölen kennt. Felix ist sich allerdings nicht sicher, ob das überhaupt lange haltbar sein muss, da man es ja eh täglich verwenden will, wenn man die Vorteile einmal kennt. Und ist es doch mal zu viel, kann es auch für Tiere verwendet werden. Unsere Vierbeiner profitieren genauso wie wir davon.

Traubenkernöl lässt sich in der Küche also ganz wunderbar verwenden. Was aber bei Su ein großes Thema war und ist, ist aber auch die Verwendung im kosmetischen Bereich. Wie anfangs schon erwähnt, ist das Traubenkernöl ein wichtiger Bestandteil für die Weinseife. Im Buch gibt es dann noch viele weitere tolle kosmetische Rezepte. Aber welchen Nutzen hat das Traubenkernöl, wenn es äußerlich angewendet wird? Es schützt in erster Linie vor Zellalterung – das wird gerade die weiblichen Hörer sehr interessieren. Es wird aufgrund seines Anti-Aging-Effekts daher auch schon in vielen kosmetischen Produkten verwendet.

Spröde und trockene Haut profitiert auch sehr von dem Öl, da es sehr schnell aufgenommen wird. Was zu selbst gemerkt hat ist, dass Traubenkernöl auch einen tollen Sonnenschutz bietet und zudem Insekten fern hält. Es hat also äußerlich angewendet mindestens genauso gute Eigenschaften wie bei der innerlichen Anwendung. Auch wer mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte zu tun hat, profitiert auch sehr von dem Öl. Zum einen deshalb, weil auf Chemie verzichtet werden kann. Zum anderen aber auch, weil das Öl hilft die Haut zu heilen und zu regenerieren. Su hat beispielsweise auch schon bei kleinen Verbrennungen Traubenkernöl vermischt mit Lavendelöl auf die entsprechende Hautpartie gegeben und noch nicht einmal mehr eine Blase bekommen. Es hat sofort geholfen und geheilt.

Wir wissen nun also, was Traubenkernöl kann. Haben andere Produkte aus der Traube eine ähnliche Wirkung, oder ist dieser tolle Wirkstoff wirklich nur im Kern zu finden? Su findet die ganze Traube fasziniert und ist beispielsweise ein Fan von der Traubenkur, mit der sie gern den Körper entschlackt. Alles, was aus der Traube entsteht, ist gesund – auch der Wein, wenn er in Maßen genossen wird. Auch dazu gibt es Studien. Das OPC allerdings ist speziell im Kern enthalten.

Was mich jetzt noch interessiert: Warum ist aus der Faszination rund um den Traubenkern ein Buch entstanden? Und warum gibt es jetzt die Neuauflage? Als Su damals das EU-Projekt durchgeführt hat, hat sie sich sehr viel Wissen angeeignet, das sie gern weitergeben wollte. Zudem fand sie es super, auch gleich Möglichkeiten zur Anwendung zu bieten. Ein Haubenkoch schrieb so viele tolle Rezept dazu und Su reicherte es noch um kosmetische Rezepte an. Die Neuauflage erschien jetzt, weil Sus Grafikerherz noch ein paar Verschönerungen wollte. Und das Buch ist wirklich schön geworden und rundherum stimmig.

Was mir besonders gefällt: Die Kochrezepte sind alle wirklich leicht machbar. Das ist nichts Ausgefallenes, sondern leicht zu kochen. Und super lecker sind sie noch dazu.

Wir könnten jetzt wahrscheinlich noch einige Stunden über das Traubenkernöl sprechen, aber wir möchten auch nicht zu viel verraten. Viel lieber wäre es uns natürlich, wenn du dir das Buch gleich kaufst und selbst in die Welt von OPC und Co eintauchst. Das Wissen, was da drin steckt, könnten wir hier eh nicht herüber bringen.

Wie anfangs schon erwähnt, gibt es jetzt zum Ende noch eine Überraschung. Su spendiert spontan ein paar E-Books. Alles, was du dafür tu musst, ist bis zum 30. April 2019 als Kommentar im Blog, auf der Facebook-Seite oder in der Community bzw. per E-Mail zu schreiben, warum du dich fürs Traubenkernöl interessierst oder was daran dich besonders interessiert. Alle Links findest du hier in den Shownotes. Jeder, der teilnimmt, wandert in den Lostopf und wird dann benachrichtigt.

Links aus der Folge:

Link zum Buch
Podcast-Folge Freie Radikale
Link zu Facebook-Seite von Su 
Website Su Rihs

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