warum

Viele Frauen (aber auch Männer) haben in ihrem Leben eine beeindruckende Diät-Karriere hinter sich. Aber irgendwie hat es nie so richtig mit dem Abnehmen geklappt. Warum?

Das Warum ist eine gute Frage – und oftmals auch sogar die Antwort. Beziehungsweise ist das fehlende Warum die Antwort. Denn ist das nicht vorhanden oder stark genug, wird das mit der Abnahme auch nicht wirklich klappen.

Du hast sicher schon oft davon gehört, dass es irgendwann im Kopf Klick macht und dann klappt es plötzlich und die Kilos purzeln dauerhaft.

Dieser Schalter, der sich da umlegt, ist dann ein guter Hinweis aufs Warum und damit auf den Antreiber, der es dir erleichtert, deine Ernährung oder sogar vielleicht dein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

Ohne Warum ist nichts von Dauer

Wenn du schon einige Versuche gestartet hast, um deine unerwünschten Pfunde zu verlieren, hast du sicherlich auch gute Gründe für diese Diät-Versuche zur Hand.

Vielleicht fühltest du dich im Sommer unwohl in kurzer Kleidung oder Badesachen? Viele wurden auch von Menschen aus ihrem Umfeld immer wieder dazu gedrängt, doch endlich die überflüssigen Kilos abzuwerfen.

Auch Mobbing ist ein häufiger Grund, warum die Kilos schwinden sollen. Der Ratschlag vom Arzt kann aber auch zur Diät führen – genau wie der Anblick der noch schlanker retuschierten Size-Zero-Models in Werbeanzeigen.

Warum

All das ist ein möglicher Grund für die Abnahme. Aber ist es wirklich ein starkes Warum? Ist da dieser Moment, wo der Schalter sich im Kopf umgelegt hat, gewesen? Wenn ja, dann würdest du wahrscheinlich diesen Artikel nicht lesen, denn dann hätte es mit der Abnahme geklappt.

Da du gerade hier liest, ist es wahrscheinlich eher so, dass das Warum noch nicht ganz klar ist.

Abnehmen beginnt im Kopf

Wir alle möchten uns attraktiv fühlen, nicht in Läden für Übergrößen shoppen gehen und vielleicht auch mal ein Eis in der Öffentlichkeit essen können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder das Tuscheln im Rücken zu hören.

Aber ein wirklich starker Grund ist all das dann oft doch nicht. Die Dinge sorgen dafür, dass wir uns schlecht fühlen, vielleicht auch in Selbstmitleid versinken.

In einigen Fällen sorgen solche Situationen auch für eine Art Anfangsmotivation. Du entscheidest dich für die nächste Diät, schließt ein Abo im Fitness-Studio ab und bist dir sicher, dass es diesmal garantiert was wird.

Und dann? Dann geht es für ein, zwei oder bei viel Selbstdisziplin auch mehr Wochen gut, bevor du die ersten Ausnahmen machst und schon bald wieder in alte Muster fällst.

Die gute Nachricht? Du bist nicht schuld daran – du hattest nur keinen guten Grund, weiterzumachen.

Wie so vieles beginnt auch das Abnehmen im Kopf. Und hat sich da kein Grund, kein starkes Warum verankert, wirst du es dauerhaft nicht schaffen!

Was ist ein starker Grund?

Sorry, falls du jetzt darauf wartest, dass hier gleich der eine Grund steht, der dafür sorgt, dass auch bei dir dauerhaft die Kilos schwinden, muss ich dich enttäuschen.

Ein Grund, also ein richtig starkes Warum, kann nur in dir entstehen. Und du kannst es noch nicht einmal erzwingen.

Fragt man Menschen, die dauerhaft abgenommen haben, oftmals sogar 30, 40 oder mehr Kilogramm, berichten sie von einer Erkenntnis, die sie aus irgendeinem Grund plötzlich hatten und die alles verändert hat.

Warum

In einem Interview hat der Schauspieler Tetjen Mierendorf, der mehr als 60 Kilo abgenommen hat, von einem kleinen Test im Internet berichtet, der für ihn das Auslöser war. Dort hat er seine Lebenserwartung abgefragt und die lag zu der damaligen Zeit bei etwa 2 Jahren. Daraufhin sah er im Traum seine Tochter aufwachsen – allerdings mit einem anderen Mann als Vater. Sein Warum war plötzlich da und sehr stark.

Ähnliche Geschichten liest und hört man immer wieder. Dabei muss der Auslöser gar nicht so dramatisch wie die kurze Lebenserwartung sein. Auch ganz alltägliche und scheinbar banale Dinge können zum starken Warum werden.

Und wenn kein wirkliches Warum da ist?

Bleibt nur noch die Frage, was du tun kannst, wenn es bei dir noch nicht Klick gemacht hat – das starke Warum also noch fehlt. Weitermachen wie bisher?

Schlechte Idee. Auch wenn du auf Dauer ein Warum brauchst, ist das Fehlen eines solchen keine Ausrede, nicht trotzdem etwas für dich und deine Gesundheit zu tun.

Wenn du dazu dann noch deine Komfortzone verlässt, gibst du dem Warum auch eine größere Chance, den Schalter bei dir umzulegen.

Ernähre dich gesund und begib dich ruhig immer wieder in Situationen, die dir vielleicht unangenehm sind oder dich fordern.

Zum einen stärkst du damit dein Selbstvertrauen, zum anderen wirst du aber auch deine Grenzen erkennen – und genau solch eine Grenze kann zu deinem Warum werden.

Geh auf die Suche nach deinem Warum

Natürlich gibt es auch noch andere Wege, gute und starke Gründe für eine Abnahme zu finden. Vielleicht hast du Kinder? Dann mach dir bewusst (und zwar in aller Härte) was du ihnen vielleicht aufgrund deines Übergewichts nicht bieten kannst. Und denk daran, dass auch das Risiko für Krankheiten mit dem Übergewicht steigt. Möchtest du das für deine Kinder?

Aber auch ohne Kinder kannst du wirklich starke Gründe für eine Abnahme finden. Schreib dir nur einmal auf, was du alles tun möchtest, aber aufgrund deines Gewichts nicht kannst oder darfst. Mach dir sozusagen eine „Wenn ich schlank bin-Bucket List“ und führe dir immer wieder vor Augen, was du gerade verpasst.

Du siehst, auch hier geht es mit dem Kopf los. Genauso kannst du allerdings auch schauen, was dich bisher von der Abnahme abgehalten hat. Zäume das Pferd von hinten auf und überlege dir, was du selbst mit dem Essen/Übergewicht verbindest.

Ist es beispielsweise ein Trost für dich, Schokolade zu essen? Sind die zusätzlichen Kilos ein Schutzpanzer? Verbindest du mit dem Dicksein weitere Glaubenssätze, die dir bisher nicht bewusst sind?

Hinter all diesen Gedankengängen findet sich sicher auch dein Warum. Sei mutig, stell dich den teils unangenehmen Gedankengängen und Erfahrungen und wachse daran. Sie sind der Weg zu deinem Warum und somit auch zu deiner Abnahme!

Intuitiv abnehmen: Zurück zu natürlichem Essverhalten(*)
  • Elyse Resch, Evelyn Tribole
  • Herausgeber: Goldmann Verlag
  • Auflage Nr. 0 (19.08.2013)
2 Kommentare
  1. Ingrid sagte:

    Vielleicht ist auch das „Warum nicht“ wichtig. Denn jeder der Übergewichtig ist, hat etwas davon. Sei es ein „hau mich nicht, ich bin ein Baby“-Gesicht oder mehr Gewicht im Streit oder was immer.
    Wenn man die eigenen Intuition trainiert, kommt man vielleicht auf die Antwort…

    Antworten
    • Redaktion sagte:

      Auch das ist natürlich möglich. Es kommt wahrscheinlich immer ein wenig auf den Typ Mensch an. Meist handeln wir gerade dann, wenn der Schmerz groß genug ist, eine Veränderung anzustoßen.

      Antworten

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