Nude food

Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber ich bin von mal zu mal mehr sauer darüber, wie viel Verpackungsmüll ich vom Einkaufen mit nach Hause schleppe. Und das auch, wenn ich fast nur Gemüse im Korb hab. Da werde ich beim Thema Nude Foodnatürlich hellhörig!

Hinter diesem Trend, der inzwischen immer größere Kreise zieht, steht nich etwa ein neues Angebot für Nudisten, sondern viel mehr der Versuch, Lebensmittel (insbesondere Obst und Gemüse) verpackungsfrei anzubieten,

Besonders überraschend ist dabei für die Supermarktketten, die erste Versuche dahingehend durchführen, dass der Absatz steigt und sich die Aktion nicht nur für die Umwelt lohnt. Auch beim Blick auf die Umsatzzahlen wird also gelächelt.

Kein Plastik – mehr Verkäufe

Vor kurzem wurde bekannt, dass die neuseeländische Supermarktkette New World, die über etwa 140 Filialen verfügt, ein neues Projekt gestartet hat. In einem Teil der Filialen wurde in der Obst- und Gemüseabteilung das Plastik verbannt. Unter dem Namen Food in the nude wird nur noch das umweltfreundlich verpackt, was unbedingt sein muss.

Zum Start der Aktion waren alle skeptisch, auch die Besitzer der Supermärkte, die daran teilnahmen. Wie sich jetzt zeigt, waren die Sorgen allerdings unbegründet.

Nude Food

Die neue Präsentation der Lebensmittel lockte mehr Käufer an und die griffen auch richtig zu. Die Umsätze gingen sofort deutlich spürbar nach oben.

Schon in 2018 haben einige Supermärkte beispielsweise Plastiktüten an der Kasse verbannt und damit den Nerv der Verbraucher getroffen. Die waren nämlich auch davon begeistert.

Jetzt also auch das Obst und Gemüse ohne nerviges Plastik anzubieten, war der nächste, richtige Schritt in Richtung Müllvermeidung.

Einzig die Produzenten/Hersteller sind noch nicht immer davon überzeugt, dass eine plastikfreie Verpackung wirklich gewünscht wird.

Weitere Projekte, die in der Supermarkt-Kette derzeit laufen, ermöglichen das Mitbringen eigener Behältnisse für Fleisch und Meeresfrüchte oder aber den Einsatz von Papier- statt Folienbeuteln. Es tut sich also einiges.

Nude Food auch bei uns?

In den heimischen Supermärkten ist vom Nude Food leider nur sehr bedingt etwas zu merken. Vor allem dann, wenn man auf Bio-Ware setzt – die ist fast immer gänzlich in Plastik verpackt und verursacht somit eine Menge Müll.

Wer nicht gerade einen tollen Wochenmarkt oder vielleicht einen der wenigen verbliebenen Gemüseläden in der Nähe hat, muss mit dem Plastik leben.

Gerade in sozialen Netzwerken kommt bei Diskussionen zu dem Thema dann auch häufig die Antwort: „Ja, dann geh doch einfach in einen Unverpackt-Laden!“ Aber auch die gibt es eigentlich nur in Großstädten zu finden. Wer eher ländlich lebt, hat das Nachsehen.

So ist es hier bei uns schon toll, wenn Supermärkte Alternativen zu den Plastikbeuteln in der Obst- und Gemüse-Abteilung anbieten, wie es zum Glück inzwischen öfter zu sehen ist.

Es wird jedoch noch ein weiter Weg bis hin zum Nude Food. Da bleibt nur zu hoffen, dass die wirtschaftlichen Vorteile weiter so deutlich sind. Wie so oft ist es ja dann schließlich das Geld, welches zum Umdenken bei den Markt-Ketten führen kann.

Würdest du dir Nude Food auch hier bei uns wünschen? Was tust du bisher, um beim Einkauf Müll zu vermeiden?

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Bildcredits: Titelbild

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