Frühjahrs Gastritis

Nach einer kurzen Podcast-Pause sind wir wieder am Mikrofon und starten richtig durch. Auch der Frühling ist inzwischen angekommen, wir können die ersten warmen Tage genießen und das hebt natürlich die Laune.

Selbst von der Frühjahrsmüdigkeit merken wir nichts. Das liegt wohl vor allem daran, dass wir den Winter über gesund gegessen haben und somit kein Vitaminmangel besteht.

Im Frühjahr gibt es aber nicht nur die Müdigkeit, sondern weitaus unangenehmer ist die Frühjahrs Gastritis. Ich selbst hatte das vor ein paar Jahren mal, aber habe es zum Glück in den Griff bekommen.

Felix hat es lange Zeit gar nicht gekannt, doch inzwischen hört man es doch ab und an. Wie auch viele Allergien, scheint die Frühjahrs Gastritis immer häufiger aufzutreten.

Die Diagnose zu dieser Form der Gastritis lässt sich schwer stellen. Zum einen kennen die meisten diese Krankheit, die immer zum Frühlingsbeginn auftritt, nicht. Zum anderen gibt es auch unterschiedliche Symptome.

Ich hatte damals mit Magenkrämpfen und Übelkeit zu kämpfen, bei anderen ist es ein Grummeln im Bauch, es kommt zu Darmproblemen, Appetitlosigkeit, Sodbrennen oder ähnlichem. Häufig denkt man dabei als erstes an einen Virus. Nur wenn es mehrere Jahre hintereinander immer zum Frühlingsanfang passiert, kommt man ins Grübeln.

Grundsätzlich sollte man die Symptome aufmerksam beobachten, denn werden die Beschwerden chronisch, ist da wirklich nicht mit zu spaßen. Angenehm ist es natürlich auch nicht, denn gerade im Frühling wollen wir doch gern mal ein erstes Eis draußen genießen oder vielleicht den Grill anwerfen – mit Magen- und Darm-Problemen fällt das dann oft weg.

Dass diese Gastritis immer zum Frühlingsanfang kommt, hat mehrere Gründe. Über die Weihnachtszeit wird ja meist doch eher deftig gegessen, dann kommt die Fastenzeit und im Frühjahr wird die Ernährung eh von den meisten auf leichtere Kost umgestellt – und schon tauchen die Symptome auf.

Als ich damals mit den Beschwerden bei einer Kinesiologin war, erklärte sie mir auch die Ursachen für die Frühjahrsgastritis. Der Wechsel der Ernährung ist eine Ursache, aber auch Vitaminmangel durch die unachtsame Ernährung im Winter spielt eine Rolle.

Noch dazu essen wir jetzt in Frühjahr Obst und Gemüse, das längere Zeit gelagert wurde und dementsprechend nicht mehr so vitaminreich ist, wie im frischen Zustand. Bei Äpfeln ist das beispielsweise oft der Fall.

Gerade beim Obst steigt dann in der Frucht die Säure mit an und das übersäuert dann auch den Körper. Eine weitere Ursache kann eine Diät sein, die gerade zu dieser Jahreszeit ja gern begonnen wird, um an der Strandfigur zu arbeiten.

All das stört die Säureregulation im Magen und dadurch kommt es zu dieser Magenschleimhautentzündung. Das kann sich dann bis zum Darm ausweiten und sorgt für eine größere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Es ist also nicht verkehrt, hier wirklich auch den Arzt aufzusuchen, wenn es sich nach ein paar Tagen nicht besser.

Wie kann aber eine Frühjahrs Gastritis umgangen werden? Gut ist auf jeden Fall, im Winter und auch jetzt regional und saisonal einzukaufen, um auch möglichst viele Vitamine aufzunehmen. Ein magenfreundlicher Lebensstil geht dann auch in die Richtung basische Ernährung.

Felix empfiehlt bei Problemen mit dem Magen generell von 2-3 Hauptmahlzeiten auf mehrere kleine Portionen umzusteigen, damit der Magen nicht auf einmal zu viel zu tun hat. Er bildet dann nicht so viel Magensäure, die eine entzündete Magenschleimhaut zusätzlich reizt.

Kohl und Hülsenfrüchte, die zusätzlich blähend wirken, sollten vielleicht vermieden werden und auch Fleisch muss in dieser Zeit nicht unbedingt sein. Milchprodukte sind auch kontraproduktiv, genau wie Zucker. Vorsichtig sein sollte man dann auch mit dem Würzen. Statt scharfe Gewürze und auch Salz zu verwenden, lieber auf frische Kräuter zurückgreifen.

Als ich damals mit der Frühjahrs Gastritis Bekanntschaft gemacht habe, hat mir die Kinesiologin eine Art Diät verordnet und ich hab für einige Zeit auf Milchprodukte, Zucker, usw. verzichtet. Auch glutenfreies Essen wurde mir empfohlen.

Gut war auch der Tipp, Obst in dieser Zeit nur warm im Form eines Kompotts zu essen. Das ist auch in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) bekannt. Dort wird dann auch ein warmer Haferbrei auf Basis von Wasser empfohlen. Damit wird die Magenschleimhaut sanft ausgekleidet und der Heilungsprozess unterstützt.

Darüber hinaus kann man viel mit Tees arbeiten – Klassiker für den Magen sind Fenchel, Kümmel und Kamille. Wer gern Kaffee trinkt, sollte bei der Frühjahrs Gastritis auch probieren, darauf zu verzichten oder zumindest auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Gerade Filterkaffee ist eher säurehaltig.

Ein starker Espresso, der mit hohem Druck zubereitet wird, ist da tatsächlich magenschonender. Gut ist es, wenn man vorab noch ein großes Glas Wasser trinkt, das schon den Magen dann auch durch die Verdünnung.

Gut ist es natürlich auch immer, wenn frisch gekocht wird. In Fertiggerichten sind viele Zusätze enthalten, die sich bestimmt nicht gerade positiv auf die Magenschleimhaut auswirken. Fettiges Essen ist außerdem nicht gerade die beste Wahl – wobei ein Löffel gutes Öl im Gemüse sicherlich eher gut tut als schadet.

Der schon angesprochene Säure-Basen-Haushalt ist hier schon ausschlaggebend. Aber das ist ein Thema, das wir sicherlich noch mal genauer besprechen sollten, da es doch sehr komplex sein kann. Das passt dann mal für eine ganze Podcast-Folge.

Aber grundsätzlich kann man sagen: Nicht alles, was sauer schmeckt, ist Säure. Ein gutes Beispiel ist da die Zitrone, die ein basisches Lebensmittel ist. Es hängt alles mit dem Stoffwechsel zusammen – aber da braucht es mehr Erklärung.

Als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ werden wir aber eine kleine Einführung in die Grundzüge der basischen Ernährung und Beispiele für basische Lebensmittel geben, auf die man mit einer Gastritis setzen kann. Wie immer gibt es das als kostenlosen Download in unserer Community!

Bis dahin freuen wir uns auf eure Fragen und Erfahrungen in der Facebook-Gruppe und auch per Mail.

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